Ich hatte Langeweile im Urlaub, und mich interessierte schon länger, wie sich die Plattform entwickelt hat. Ich bin selber seit ca. 2011 mehr oder weniger dabei, vom Langzeit-Lurker über Shitposter bis nun zum OC-Fotografen. Ich hatte allerdings keinen Nerv, alles mit pr0 spezifischen Ereignissen zu korrelieren. Darüber hinaus wollte ich dem Team nicht mit einem aggressiven Crawl auf den Sack gehen und habe daher nur langsam minimale Daten erhoben.
Ein paar Statistiken zum pr0gramm
Eine Auswertung von 6.143.526 Posts aus 19 Jahren: wie sich Umfang, Beteiligung und Inhalte der Plattform seit 2007 verschoben haben.
- Rohdaten erhoben
- 27.09.2026, 15:09 vor 60 min
- Analyse berechnet
- 27.09.2026, 15:49 vor 20 min
Anmerkungen vorweg
pr0Stats.com
Ich war ein bisschen ein Otto und wusste nichts von der pr0Stats.com Idee. Erst als ich eine Domain für meine Spielerei hier registrieren wollte, fiel mir auf, dass da schon ein viel größeres Analyseprojekt läuft, abgesegnet von Cheffe, mit deutlich mehr Daten, auch über Kommentare, Tags usw. Wird bestimmt interessant.
Einschränkungen meines Crawls
Gelöschtes bleibt unsichtbar. Nur die Postzahl lässt sich dagegen korrigieren. Jede andere Kurve zählt, was zum Zeitpunkt des Crawls vorhanden war.
Gezählt werden Uploader, nicht Nutzer. Wer mitliest, kommentiert und abstimmt, aber nichts hochlädt, taucht auf dieser Seite nirgends auf. Alle Aussagen über die Beteiligten in Kapitel II gelten für die, die hochladen.
Kapitel I
Die Plattform
Umfang, Wachstum und Bestand seit 2007
Der 3. Mai 2014
Die gecrawlten Daten zeigen einen klaren Bruch. Am 2. Mai 2014 wurden auf dem pr0 40 Posts hochgeladen, am 3. Mai 1.742.
Dieses Datum zeigt den Relaunch des pr0s. Von PostId 128.932 auf 131.445 innerhalb von 24 Stunden. Von den Nummern der Jahre vor dem Relaunch sind bis heute ca. 88 Prozent abrufbar.
Das gesamte Postvolumen vor dem Relaunch ist kleiner als das, was heute in vier Monaten anfällt. Die Frühzeit ist damit eine eigene, sehr viel kleinere Plattform. Einige Analysen auf dieser Seite lassen sie deshalb weg und beginnen beim Relaunch.
Die Post-IDs
Die Plattform vergibt ihre Post-Nummern lückenlos aufsteigend. Von 7.154.371 vergebenen Nummern sind heute noch 6.143.526 abrufbar. 14,1 Prozent sind gelöscht. Zu gelöschten IDs gibt es keinerlei Daten mehr, sichtbar ist nur, dass IDs fehlen.
Die Quote der fehlenden Posts ändert sich deutlich: aus 2018 fehlen 17,5 Prozent, aus 2022 noch 13,9, aus 2024 12,3 und aus 2026 erst 3,6. Den höchsten Wert nach dem Relaunch hat 2014 mit 17,7 Prozent, 2018 liegt knapp dahinter.
Interessanterweise fällt ein scharfer Knick auf. Im Jahr bis August 2024 fehlen aus jedem einzelnen Monat zwischen 11,7 und 14,2 Prozent. Ab September 2024 fällt der Wert allerdings deutlich, mit nur kleinen Ausschlägen nach oben, zuletzt auf 2,6. Warum der Verlauf so aussieht: ¯\_(ツ)_/¯
Die Volumenkurven sind die belastbarsten Reihen dieser Seite, weil jede ID-Lücke zählbar ist. Für alle übrigen gilt das nicht. Wer gepostet hat, unter welchem Filter, in welchem Format, mit welcher Quelle usw. Zu einer gelöschten ID ist davon nichts mehr bekannt. Diese Diagramme zählen deshalb nur, was heute noch vorhanden ist, und zeigen dadurch die älteren Jahre potentiell etwas kleiner, als sie waren.
Wachstum bis 2020, danach ein flacheres Niveau
Nach dem Relaunch wächst die Plattform sechs Jahre lang. 2020 ist das stärkste Jahr mit 609.314 Posts. Der größte einzelne Monat der Geschichte ist März 2019 mit 70.152, dicht gefolgt vom April 2020 (erster Coronizzl-Lockdown).
Seitdem gibt das Volumen nach. 2025 zählt 389.555 Posts, 36 Prozent unter dem Höhepunkt. Das sind weiterhin rund 1.067 Posts an jedem Tag des Jahres und ein Vielfaches dessen, was die Plattform vor 2014 in einem ganzen Jahr bewegt hat. Interessant ist deshalb weniger, dass das Volumen zurückgeht, als woraus sich dieser Rückgang zusammensetzt. Dazu gibt es im Folgenden verschiedene Diagramme.
Kapitel II
Die Uploader
Wer die Inhalte beiträgt, und wie sich diese Gruppe verändert hat
Weniger Uploader, die mehr beitragen
Ein Drittel weniger Posts könnte ein Drittel weniger Uploader bedeuten, aber tatsächlich laufen die beiden Größen deutlich auseinander.
2019 luden im Monatsmittel 11.502 Accounts etwas hoch, 2026 sind es 4.008. Das ist ein Rückgang von 65 Prozent, ungefähr doppelt so viel wie bei der Anzahl der Hochlads.
Die Differenz füllen die Verbliebenen. Auf einen aktiven Uploader kamen 2019 4,17 Hochlads im Monat, heute sind es 8,01. Weniger Beteiligte, von denen jeder Einzelne mehr hochlädt.
Der Zustrom neuer Uploader hat nachgelassen
Der Rückgang entsteht dabei weniger durch Abgänge als durch ausbleibende Zugänge.
2015 luden 17.392 Accounts zum ersten Mal etwas hoch, 2025 waren es 1.495, rund 91 Prozent weniger. In einem durchschnittlichen Monat des Jahres 2015 war knapp jeder fünfte aktive Uploader neu, heute etwa jeder vierzigste (2,6 Prozent).
„neu“ heißt „erster Post, den die Erhebung noch sieht“. Sind die frühen Posts eines Accounts gelöscht, erscheint er jünger, als er ist.
Jüngere Jahrgänge bleiben kürzer aktiv
Neben dem Zustrom steht die Frage, wie lange ein Jahrgang aktiv bleibt. Das Raster zeigt für jeden Jahrgang von Uploadern, welcher Anteil ein, zwei, drei Jahre später noch einmal etwas gepostet hat.
Vom Jahrgang 2014 waren nach einem Jahr noch 71 Prozent aktiv, vom Jahrgang 2023 noch 34. Nach drei Jahren hat sich der Wert von 43,5 auf 22,6 Prozent halbiert.
Zwei Anmerkungen: der Jahrgang 2014 fällt zu günstig aus, weil im Relaunchjahr Accounts erstmals auftauchen, die längst dabei waren. Und die Reihe ist nicht monoton: der Jahrgang 2024 liegt wieder über 2023.
Ein Kern, der lange dabei ist
Wenige Zugänge und kürzere Verweildauer der Zugänge ergeben zusammen eine Gruppe von hoher Kontinuität. Diese Kurve zeigt, wie lange die Accounts, die in einem Monat posten, zu diesem Zeitpunkt bereits dabei sind.
Ende 2015 war die Hälfte von ihnen weniger als ein Jahr dabei. Ende 2020 waren es 3,6 Jahre, heute 8,5 Jahre. Seit 2020 steigt der Wert um knapp ein Jahr pro Jahr, nahe an einer Gruppe, die gemeinsam älter wird.
Was die Plattform an Zulauf verliert, gewinnt sie an Beständigkeit. Die Leute, die heute posten, sind länger dabei als je zuvor in der Geschichte des pr0s.
438 OGs
Der Einbruch am Relaunch ist kein Zurücksetzen. Der Median fällt, weil die vielen neuen Accounts die alten überstimmen. Von den 438 Accounts, die vor dem Relaunch gepostet hatten, sind 394 auch danach noch aktiv.
Das nächste Bild zeigt diese Gruppe einzeln, statt sie zu einer Kennzahl zusammenzufassen. Je Zeile ein Account, waagerecht die Zeit, ein Punkt für jeden Monat, in dem er etwas hochgeladen hat. Sortiert ist nach dem letzten Post. Oben die, die zuerst aufgehört haben, unten die, die noch posten.
Einen gemeinsamen Absprung gibt es nicht. Die Gruppe trägt sich über neunzehn Jahre gleichmäßig ab, und am Relaunch selbst passiert dabei nichts Besonderes. 75 von ihnen posten heute noch, einige nach Pausen von mehreren Jahren.
Eine kleine Gruppe haut den Großteil der Hochlads raus
Die Beiträge verteilen sich nicht gleichmäßig auf die Verbliebenen.
2019 stellten die aktivsten zehn Prozent der Uploader 61 Prozent aller Posts eines Monats, heute sind es 79 Prozent. Deutlicher noch ist das oberste Prozent: von 30 auf 42 Prozent. Ein Hundertstel der Uploader stellt heute mehr als zwei Fünftel aller Posts.
Die Entwicklung zusammengefasst also: weniger Uploader, länger dabei, ungleicher verteilt.
Kapitel III
Der Rhythmus
Zu welchen Zeiten hochgeladen wird: über das Jahr, den Tag und die Woche
Postvolumen in spezifischen Monaten
Über das Jahr verteilt sich das Volumen ungleich, und zwar in jedem Jahr auf dieselbe Weise. Seit 2015 liegt der April im Mittel bei 118 Prozent eines durchschnittlichen Tages seines Jahres, der März bei 117, der September bei 92 und der November bei 93.
Der Tag ist flacher geworden
Eine Gruppe, die gemeinsam älter wird, verschiebt ihren Tagesablauf. Im Bestand ist dieser Effekt deutlich messbar, und er fällt größer aus als erwartet.
Jede Kurve ist ein Jahr, aufgetragen über die 24 Stunden eines Tages und auf 100 Prozent normiert. Verglichen wird also die Form des Tages, nicht seine Größe. Die Morgenstunden haben sich vervielfacht: um 6 Uhr von 0,29 auf 1,69 Prozent, Faktor 5,8. Um 7 Uhr Faktor 4,8, um 9 Uhr Faktor 2,2.
Gleichzeitig gibt die Nacht nach: um 1 Uhr von 3,60 auf 2,04 Prozent, um 23 Uhr von 6,43 auf 5,05. Der Tag hat also nicht mehr Betrieb bekommen, sondern Aktivität hat sich von der Nacht in den Morgen verschoben. Wahrscheinlich sind die User vom fetten Studenten auf Couch zum fetten Arbeitnehmer auf Couch geworden.
Zwischen 12 und 23 Uhr liegen die neunzehn Kurven dagegen enger beisammen. Es gab zwar eine Veränderung, allerdings nicht so stark wie morgens.
Umschwung zwischen 2016 und 2019
Dasselbe Zahlenmaterial als Raster zeigt besser, wann sich das Postverhalten geändert hat. Waagerecht die Jahre, senkrecht die Stunden, und die Farbe sagt, wie weit diese Stunde in diesem Jahr über oder unter dem durchschnittlichen Wert lag. Jede Spalte zeigt eine potentielle Umschichtung. Was eine Stunde gewinnt, verliert eine andere.
Die Zeilen von 5 bis 9 Uhr sind bis etwa 2015 durchgehend kalt und ab etwa 2019 durchgehend warm, die Zeilen von 0 bis 2 Uhr genau umgekehrt. Der Umschwung liegt zwischen 2016 und 2019. Davor ist die Lage vergleichsweise ruhig, danach nicht: die Morgenstunden legen bis heute weiter zu, um 7 Uhr von +0,5 Prozentpunkten 2019 auf +1,6 im Jahr 2025.
Postverhalten am Wochenende
Zählt man die Posts je Wochentag, liegen alle sieben zwischen 13,5 und 14,7 Prozent, bei einer Gleichverteilung von 14,29. Am Samstag wird also nicht mehr gepostet als am Dienstag.
Erst die Aufteilung nach Uhrzeit zeigt ein schwaches Muster. Am Wochenende wird etwas länger in die Nacht gepostet (Samstag 1 Uhr: +0,61 Prozentpunkte) und später angefangen (Sonntag 7 Uhr: −0,72). Dafür ist der Mittag stärker und der Abend schwächer.
Der Regler unter dem Raster zeigt jedes Jahr einzeln, weil der Tagesverlauf driftet und ein Mittel über zwölf Jahre die Aussage verwischen würde.
Kapitel IV
Zahlen zu Beliebt
Welcher Anteil der Posts den Weg nach „Beliebt“ findet
Die Quote steigt, die Zahl der beliebten Posts bleibt
Der „Beliebt“-Anteil steigt seit Jahren: 12,2 Prozent in 2016, 23,3 Prozent in 2025.
Das Diagramm zeigt deshalb absichtlich beides. Die absolute Zahl der Posts in „Beliebt“ ist seit 2018 bemerkenswert konstant: sie liegt Jahr für Jahr zwischen rund 87.000 und 103.000, zuletzt bei 90.666. Von 2020 auf 2025 fiel die gesamte Zahl der Posts um 36 Prozent, die der beliebten nur um 9 Prozent.
Die Plattform liefert also Jahr für Jahr eine konstante Menge an Material auf „Beliebt“, bei weniger Konkurrenz um diese Plätze. Für den einzelnen Post stehen die Aussichten damit so gut wie nie.
Dieselbe Mechanik innerhalb eines Tages
Zwischen 5 und 21 Uhr bleibt die Quote in 2025 durchgehend zwischen 23,4 und 26,3 Prozent, obwohl die Postzahl in dieser Spanne auf das 6,7-Fache steigt. Die Nachtstunden fallen in beidem zurück.
Der Regler zeigt jedes Jahr einzeln, und dabei fällt ein Bruch auf. Zwischen 2017 (beste Stunde 14,6 Prozent) und 2018 (24,4) steigt das Niveau binnen eines Jahres um zwei Drittel, ohne Übergang. Das könnte für eine Algorithmusänderung sprechen. Das Verhältnis zwischen bester und schlechtester Stunde bleibt davon unberührt.
Kapitel V
Der Inhalt
Themen, Inhaltsfilter und die Herkunft des Materials
Filter / Kategorien
POL wurde erst recht spät nachträglich hinzugefügt und ich habe keine Ahnung wie das Nachtaggen funktionierte.. soo it is what it is.
NSFL fehlt im Bestand fast vollständig, bis auf vier Posts, bevor am 6. August 2025 die Zählung neu einsetzt. Ende Juli 2025 hatte Cheffe nach einer juristischen Prüfung Bestände ausgeblendet. Die Lücke endet am Tag nach der Erklärung. Seitdem liegt NSFL bei einem halben bis knapp einem Prozent.
Hier einfach das Diagramm der Filteranteile (der noch vorhandenen Hochlads).
(.人.) am Morgen
NSFW hat seinen Höhepunkt um 5 bis 6 Uhr morgens, in 2025 mit 41,6 Prozent. Um 12 Uhr sind es 26,4. Die ruhigsten Stunden des Tages zeigen zugleich den höchsten NSFW-Anteil.
POL bricht nach Mitternacht ein und steigt erst morgens wieder. Von 4,5 Prozent um 4 Uhr steil auf 12,7 um 8 Uhr, dann über den Tag auf diesem Niveau, nachts zurück.
Quellenangaben
Bis 2013 trug jeder Post eine Quellenangabe. Mit dem Relaunch fällt der Anteil in einem Schritt auf ein Fünftel und geht über zehn Jahre weiter zurück, bis 2024 auf 1,7 Prozent. Heute nennt noch etwa jeder 37. Post, woher das Material stammt (2,7 Prozent).
Aussagen zu den Quellen anhand des Quellenfeldes der Posts sind also nicht wirklich stark.
Weil die späten Jahre auf so einem kleinen Datenbestand basieren (2024 sind das 6.917 von 396.342 Posts), steht der Anteil der Felder mit Quellenangabe mit in der Grafik als gepunktete Linie. So ist sichtbar, worauf die Anteile jeweils beruhen.
Unter den genannten Quellen sieht man über zwanzig Jahre zwei Wechsel. 4chan ist die größte Einzelquelle der Anfangsjahre. Imgur löst es ab und steigt auf über ein Drittel aller Angaben, verschwindet dann aber selbst vollständig. Reddit übernimmt 2018.
Twitter, Instagram und TikTok zusammen kommen 2015 auf gut 10 Prozent und fallen danach bis 2024 unter ein Prozent. „sonstige“ steigt von gut der Hälfte auf drei Viertel. Die Quellen werden also nicht nur seltener genannt, sondern scheinen auch breiter gestreut.
Kapitel VI
Formate
Vom Standbild zum Video im Hochformat
Vom Bild zum Video
Es gibt einen sichtbaren Mediumwandel. 2014 war jeder zwölfte Post ein Video, heute ist es fast jeder zweite (45 Prozent). Man sieht auch schön einen Fileformatwechsel.
Das GIF wächst von 8 Prozent (2007) auf 28,8 Prozent in 2013, also fast jeden dritten Post, und geht dann binnen sechs Jahren auf ein Prozent zurück. Als Grund taucht 2014 MP4 auf und übernimmt in zwei Jahren, was das GIF vorher war.
Danach wächst MP4 weiter, nun zulasten des JPG. Von 24,5 Prozent (2016) auf heute rund 45 Prozent, während JPG von 61 auf 47 Prozent nachgibt. Wie sich derselbe Vorgang als reine Video gegen Bild Quote darstellt, samt dem Anteil der Videos mit Tonspur, zeigt die Grafik Videoanteil.
Das Schlaufon gibt die Geometrie vor
Kommt Material vom Smartphone statt vom Rechner, ändert dies die Geometrie der Hochladis. Man sieht den konkreten Zeitpunkt des Formatswechsels in der Grafik.
2014 war ein Post zu 61 Prozent breiter als hoch. Ab Mai 2019, einmal kurz schon im Dezember 2018, liegt das Hochformat dauerhaft vorn, und heute sind 65 Prozent der Posts höher als breit.
Die zweite Größe ist die Auflösung, gemessen in Megapixeln des hochgeladenen Originals. Sie steigt von 0,27 auf 1,05 und hält dieses Niveau seit 2022. Anmerkung: Das pr0 hat eine separate Anzeigeauflösung. Rund ein Fünftel aller Posts wird für die Darstellung auf dem pr0 verkleinert.
Die längste Seite eines Posts liegt im Median seit 2022 konstant bei genau 1.280 Bildpunkten. Das ist allerdings keine Obergrenze. 1.280 ist schlicht das mit Abstand häufigste Maß, das ein Original mitbringt. Größere Originale gibt es weiterhin reichlich.
Die beiden Einbrüche im April 2019 und April 2023 sind echt und haben dieselbe Ursache: je ein 1. April mit rund 12.640 Posts statt der üblichen 1.300 bis 2.000, von denen 78 Prozent exakt dieselben Maße haben.
Die Auflösungen häufen sich auf wenigen Formaten
Die Auflösungskurve im Bild davor ist ein Median, sodass man keine konkreten Formate identifizieren kann. Gucken wir uns mal die Verteilung nach Auflösungsklassen an.
Die größte beinhaltet in 2026 17,9 Prozent aller Posts, das ist 720×1280. Die zweite 10,4 Prozent mit 1080×1920. Zehn von 164 Klassen beinhalten zusammen 48 Prozent.
Das erklärt einen Effekt in der Grafik davor. Dort betrachten wir unter anderem den Median der Auflösung. Dort springt die Auflösungskurve von Monat zu Monat sichtbar, abhängig davon, welche Auflösungsklasse gerade im Median sitzt.
Die beiden Linien (orange und gräulich) zeigen außerdem einen guten Grund, auf den Median zu gucken und nicht zu sehr auf den Mittelwert. Der Median liegt bei 1,05 Megapixeln. Der Mittelwert liegt bei 2,74, dem 2,6-Fachen, und damit weit rechts in einer Gegend, in der kaum ein Post liegt.
Weiterlesen
Dieser Text nimmt je Thema das übersichtlichste Diagramm. Alle 31 Grafen (auch die, die hier nur erwähnt sind, und dieselben Zahlen in anderer Körnung) stehen in der Übersicht.
Wie die Zahlen entstehen, was ein Tag hier bedeutet und was jede einzelne Kurve nicht sagt: Methodik.